Erakko Heikkisen Kämppä

Nuottavaara, Finnisch Lappland

Ein Rentier hat sich für uns in Pose geschmiessen.
Ein Rentier hat sich für uns in Pose geschmiessen.

Phuhu.. es ist ziemlich warm, als wir uns auf den Weg machen zum Camp von Erakko Heikkinen. Mit dem Auto sind wir nach Nuottavaara gefahren und den Wegweisern "Erakon Kämppä" gefolgt. An einer Kreuzung haben wir unser Auto stehen gelassen und sind die letzten 3km zu Fuss durch den Wald gewandert.

 

Entlang des Weges haben wir immer wieder Rentiere angetroffen. Aber ausser uns war hier sonst keine Menschenseele unterwegs.

 

Nach rund 40 Minuten haben wir die ehemaligen Wohnstätten von Erakko Heikkinen erreicht.

Eemel Johan Antinpoika Heikkinen wurde 1877 geboren und zog sich in den Wald zurück, um im Einklang mit der Natur als Einsiedler zu leben. Hier am Pikku-Taapalompolo See lebte er vom Angeln, Jagen und Beerenpflücken. Er erledigte Holzarbeiten, baute Schindel- und Zigelkästen, Wasserschüsseln und Skier und verkaufte sie im Dorf, um Brot, Salz, Butter und Zucker zu kaufen.

Auf seinem Anwesen, welches mit einem Holzzaun umgeben ist, finden sich zwei verschiedene Häuser. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, beide zu besichtigen. Eines ist in die Erde eingegraben. Hier war es bei diesen Temperaturen angenehm kühl.

Das andere ist ein normales Holzhaus über der Erde. Es hat einen kleinen Tisch, ein Fenster und einen Kamin in der Ecke, in dem Erakko wahrscheinlich Brot backte. Beide Häuser sind sehr gut erhalten und restauriert.

 

Erakko Heikkinen wurde 1945 von Rentierfarmern tot in seinem Haus aufgefunden. Er erlag einem natürlichen Tod.

 

Ein bisschen weiter, ausserhalb des Hofes von Erakko, wurde eine öffentliche Feuerstelle eingerichtet. Uns war es aber bei 28 Grad zu heiss, um eine Wurst zu bräteln. Deshalb machten wir uns bald wieder auf den Rückweg.

 

Unterwegs begegneten wir einem Unglückshäher "Kuukkeli". Diese Vögel sind hier meist sehr zutraulich und fressen einem aus der Hand. Aber dieser Kuukkeli war sehr scheu und wollte sich uns partout nicht nähern. Wir liessen ihm trotzdem ein paar Brotsamen zurück.