Äkässaivo

Äkäslompolo, Finnisch Lappland

Die grüne Farbe des Äkässaivo ist einzigartig.
Die grüne Farbe des Äkässaivo ist einzigartig.

Heute nehmen wir den Rundweg zu Äkässaivo unter die Füsse. Mit lediglich 3 Kilometer Länge ist der Saivonkierros eher ein Spaziergang als eine Wanderung. Aber der Weg ist so schön gestaltet, dass er hier nicht fehlen darf.

 

Vom Parkplatz ist der Weg ausgeschildert und führt dem wunderschönen Äkäsjoki (Bach) entlang. Die Bäume erstrahlen in ihrem schönsten Herbstkleid und Anja ist hin und weg von der Farbenpracht. Ich geniesse aus meinem Guckloch im Rucksack die Sonnenstrahlen, die wunderbar durch den lichten Wald scheinen.

 

Bei einem grossen Stein will Anja etwas Neues ausprobieren. Sie hat ein Seifenblasen-Set mitgebracht und will versuchen, die Blasen in der Sonne zu fotografieren. Naja...wenn das Mal gut kommt. So richtig gelingen will es jedenfalls nicht. Aber seht selbst.

 

Und ihren Flachwitz "from troubleshooting to bubbleshooting" verstehen auch nur Insider. Aber Anja lacht ja gerne über ihre eigenen Witze. Und ich muss mich dann wieder fremdschämen...

Seifenblasen im Wald
Seifenblasen im Wald

Auf dem Weg gibt es immer wieder Informationstafeln, die über die Fauna und Flora in Lappland und das Leben in dieser Region berichten. Es ist sehr interessant und gut gemacht.

 

Bei einer Tafel, welche über das Wildheuen und eine alte Scheune auf dem Feld berichtet, wollen wir uns die Scheune genauer ansehen. Also stapfen wir voller Übermut mitten ins Feld, welches mehr einem Moor ähnelt. Es ist sehr nass und Anja sinkt teilweise ein. Aber das hindert sie nicht daran, bis zur zusammengebrochenen Scheune zu waten. Der Äkäsjoki schlängelt sich hier wunderschön durch die offene Fläche.

Schon bald erreichen wir die Überreste eines alten Kalkofens und etwas weiter Seitapahta, eine Opferstelle der Samen. Die 30 Meter hohe Felswand ragt stolz vor uns empor. Hier haben die Samen Opfer gebracht, um für eine gute Jagd oder einen erfolgreichen Fischfang zu bitten.

 

Von hier ist es nur ein Katzensprung zum See. Der Äkässaivo liegt ganz ruhig vor uns. Der umliegende Wald und der Himmel spiegelt sich wunderschön auf der glatten Wasseroberfläche. Das Wasser ist glasklar. In tieferen Stellen schimmert der See grünlich. Wir lassen die Stille auf uns wirken und verweilen ein bisschen am See. Ich kann sehr gut nachvollziehen, weshalb dieser See den Samen heilig ist. Wenn ihr mehr über Saivos erfahren wollt, lest den Artikel Saivo und Seita.

 

Wir können uns fast nicht vom See losreissen. Tun es aber dann doch, als andere Wanderer dazukommen.

Vom See führt eine Holztreppe steil hinauf zur offenen Feuerstelle und Kota. Wir haben heute ausnahmsweise mal keine Wurst zum Bräteln dabei und gehen deshalb weiter auf dem Lernpfad zurück zum Parkplatz. Der Weg ist kurzweilig, in gutem Zustand und erzählt viele über die Region.