Äkäskero

Äkäskero, Finnisch Lappland

Elchior und Myy auf dem Äkäskero
Elchior und Myy auf dem Äkäskero

Die Sonne scheint und es ist angenehme 8 Grad - perfektes Wanderwetter. Anja zieht es mal wieder in die "Höhe" und so beschliessen wir, den Äkäskero unter die Füsse zu nehmen. Wir fahren also zur Äkäskero Lodge, wo wir unser Auto parkieren.

 

Von dort folgen wir dem Wegweiser Richtung Äkäsmylly. Der Pfad führt entlang des Sees. Das Wetter ist wirklich herrlich. Die Bäume leuchten in ihren Herbstfarben um die Wette und spiegeln sich wunderbar auf dem windstillen See. Anja muss natürlich wieder jede Menge Fotos schiessen. Gefühlte 100 Aufnahmen später setzen wir unsere Reise fort durch den wunderschönen, alten Wald.

See bei der Äkäskero Lodge
See bei der Äkäskero Lodge

Wir sind ganz alleine unterwegs, erst nach der Abzweigung begegnen wir anderen Outdoor-Enthusiasten. Der Weg wird steiler und steiler, der Anstieg ist aber nur von kurzer Dauer. Nach 30 Minuten sind wir schon über der Baumgrenze und haben eine grossartige Aussicht rundherum. Auf einem grossen Felsen machen wir Rast. Anja erfreut sich an dem Magenbrot, welches sie von ihrer lieben Kollegin Cornelia per Post erhalten hat. Vielen Dank Cornelia!

 

Danach dürfen Myy und ich modeln. Myy mag zwar Anjas Kamera gar nicht, aber heute macht sie eine Ausnahme und lässt sich mit mir zusammen ablichten. Das Ergebnis seht ihr oben. Anja findet noch weitere Objekte und läuft kreuz und quer über den Gipfel.

Mutter Natur zeigt sich in ihrem schönsten Herbstkleid.

Wir geniessen die Sonne und das Panorama. Zu unserer linken Seite liegt das Pallas-Gebiet, zu unserer rechten die Lodge und weiter die Hügel von Ylläs.

Schliesslich nehmen wir einen Pfad, welcher uns zum Parkplatz der Lodge zurückführen soll. Dieser Weg scheint bei Rentieren beliebt zu sein. Nicht lange, und wir sind wieder unter der Baumgrenze im Wald. In den letzten Tagen hatte es immer wieder geregnet und so erstaunt es uns nicht, dass es hier viele nasse Stellen gibt. Anja hat gute Schuhe an und behält trockene Füsse. Doch plötzlich stehen wir mitten in einem Moor, kein Weg weit und breit. Doch, da sind doch Gräser abgetrampelt. Wir folgen der Spur, landen aber "nur" auf einem kleinen Platz, in welchem das Gras breitflächiger niedergedrückt ist. Ganz klar der Schlafplatz von einem Elch - oder Bär. Ersteres wäre mir natürlich lieber. Ich hätte absolut nichts dagegen, einem Artgenossen zu begegnen. Bären hingegen mag ich nicht. Irgendwie ist es mir hier nicht so geheuer. Können wir bitte weiter?! Aber Anja muss den Ort natürlich ganz genau unter die Luppe nehmen... Naja, immerhin flattern in den Bäumen Vögel umher. Dann kann es wohl doch kein Bär sein. Oder er ist bereits weitergezogen. Ansonsten würden sich hier nicht einmal Vögel aufhalten.

 

Endlich sieht auch Anja ein, dass hier nichts zu sehen ist. Wir gehen dem "Pfad" entlang zurück zum Moor. Anja prüft ihre mobile Wanderkarte. Eigentlich führt der Weg direkt hier durch. Dann also los, quer durchs Moor! Wenn das nur gut geht... Anja hüpft von einer erhöhten Stelle zur anderen, um nicht einzusinken. Ich bin froh, dass ich gut verstaut im trockenen Rucksack sitzen darf. Geschafft! Wir kommen wohlbehalten am anderen Ende an und siehe da, hier führt der offizielle Weg tatsächlich weiter.

 

Der restliche Teil ist nicht mehr so spektakulär. Nach geschätzten 30 Minuten durch den Wald sind wir zurück am Ausgangspunkt. Die ganze Rundwanderung war ca. 9 km lang.