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Elch - König des Waldes

Genau so wie die Rentiere sind auch die Elche nicht aus Lappland wegzudenken. Um sie zu sehen braucht es allerdings ein bisschen Glück oder fundiertes Wissen über die Tiere selbst, ihr Verhalten und ihren Lebensraum.

 

Für mich hat jede Begegnung mit einem Elch etwas Besonderes. Ich war schon immer fasziniert von diesen mächtigen, aber sanft anmutenden Riesen. Während meinen ersten drei Wintersaisons in Lappland traf ich sie leider nur in Zoos oder Elchfarmen an. Diesen Herbst durfte ich sie endlich gleich mehrmals in freier Wildbahn sehen.

 

Hier habe ich für euch die wichtigsten Fakten zum König des Waldes zusammengetragen.

Grösste Hirschart

Der Elch gehört zur Art der Hirschen und ist gleichzeitig der grösste Hirsch weit und breit. Ein ausgewachsener Elch kann bis zu zwei Meter hoch und 600 Kilogramm schwer werden. Er ist der König der Wälder, denn ausser dem Menschen können den Elchen nur Wölfe oder Bären gefährlich werden.

Das Geweih

Kaum zu glauben, aber auch der Elch verliert sein stattliches Geweih jedes Jahr zwischen Januar und Februar aufs Neue. Anders als bei den Rentieren tragen aber nur die Männchen den imposanten Kopfschmuck. Bis zu 20 Kilogramm können die Schaufeln wiegen!

Das Alter lässt sich übrigens nicht anhand seines Geweihs bestimmen, sondern anhand seines Gewichts. Obwohl die Tiere zwischen fünf und zehn Jahren die grössten Geweihe haben, entwickeln sich diese mit zunehmendem Alter zurück.

Spezielle Hufe

Die Hufen sind etwas ganz Besonderes. Sie sind nicht nur riesengross, sondern ermöglichen den staksigen Tieren auch Duftspuren zu legen. Aber damit nicht genug. Der Elch verfügt über eine Schwimmhaut zwischen den Klauen, die ihm hilft, in tiefem Schnee oder in Sümpfen nicht einzusinken. Keine andere Hirschart hat dies. Ob sie wohl deshalb auch so gute Schwimmer sind?

Seine muskulösen Beine sind seine härteste Waffe. Um sich zu verteidigen, kickt der Elch gerne um sich.

Haltung

In Finnland dürfen Elche nicht domestiziert werden. Deshalb findet man in Finnland auch keine Elchfarmen. Hier können Elche nur in Zoos oder in der freien Natur gesichtet werden.

In Schweden dagegen ist es möglich eine Bewilligung für die Haltung von Elchen einzuholen.

Einzelgänger

Elche sind keine Herdentiere. Sie sind lieber alleine unterwegs. Die Ausnahme sind Weibchen mit ihren Jungen. Ein Elchkalb bleibt in der Regel ein Jahr lang bei seiner Mutter, oder so lange, bis die Mutter trächtig ist und wirft. Zwillinge sind keine Seltenheit.

Aktivität

Im Sommer und zur Paarungszeit im Herbst sind die mächtigen Tiere sehr aktiv. Sie suchen sich die besten Futterplätze und streifen durch die Wälder. Oft sieht man sie in dieser Zeit auch auf offenen Flächen. Im Winter ziehen sie sich in den Schutz des Waldes zurück und bewegen sich nicht viel fort.

Schnelle Renner

Auf mich wirken die Tiere oft steif und ungelenk mit ihren langen Beinen. Tatsächlich sind sie aber sehr schnell unterwegs. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60km/h können sie sich flink aus dem Staub machen. Leider sind Elche dadurch oft in Verkehrsunfälle verwickelt.

Jagd

Die Elchjagd beginnt anfangs September, wird dann aber während der Paarungszeit mehrere Wochen unterbrochen. Von Oktober bis Januar dürfen Elche erlegt werden, allerdings ist es in dieser Zeit aufgrund der Schnee- und Temperaturverhältnisse schwierig. Die Jagd ist limitiert und es gelten strenge Richtlinien.