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WG-Life in Kotamäki

Von November bis Mitte Januar habe ich zusammen mit neun anderen Arbeitern vom SnowVillage in einem Haus gelebt. Liebevoll chaotisch, diese Beschreibung passt wohl am Besten zum WG-Leben in Kotamäki.

Bei meiner Ankunft in Kotamäki lebten bereits fünf Finninen im Haus in der Gemeinde Ylläsjärvi, 16km vom SnowVillage entfernt. Eine Bauarbeiterin und vier Praktikantinnen, die Bühnenbildner studieren, wie sich schnell herausstellte. Zwei Tage später zogen zwei Tourismus-Studentinnen aus Frankreich in unser Haus ein.

Kein Problem bei einem Haus mit fünf Schlafzimmern.

 

Als dann eine Woche später ein Koch und eine Servicefachangestellte in Kotamäki einzogen, wurde es ein wenig eng und die Bauarbeiterin suchte das Weite. Schade, ich hatte mich gerade mit ihr angefreundet. Aber ich sah sie ja noch jeden Tag bei der Arbeit. Ich teilte mein Zimmer nun mit einer der finnischen Praktikantinnen. 

 

Der Dezember war für alle sehr anstrengend, die Arbeit war zwar abwechslungsreich aber sehr hektisch und so herrschten auch in unserer WG meistens chaotische Zustände. Mit den finnischen Praktikantinnen verstand ich mich sehr gut, auch dank meinen Finnischkenntnissen. Wir gingen zusammen einkaufen, bräteln, sahen uns Filme auf Netflix an und unternahmen einiges. Die Französinnen blieben oft unter sich und auch die finnische Serviceangestellte bevorzugte die Ruhe in ihrem Zimmer.

 

Eine Woche vor Weihnachten backten wir "joulutorttu" und schauten jeden Tag "The Joulukalenteri", eine alte finnische Weihnachtsserie. 

 

Bevor es kurz vor Weihnachten Zeit war, Abschied zu nehmen, zog noch eine weitere Serviceangestellte ein. Zum Glück flogen die Französinnen am nächsten Tag nach einem Monat nach Hause, so dass die Serviceangestellte ihr Zimmer übernehmen konnte. Auch die Praktikantinnen machten sich schon bald auf die Reise nach Hause, was ich sehr bedauerte.

 

Die Ruhe und Ordnung in Kotamäki war nur von kurzer Dauer, schon bald zogen die nächsten Angestellten ein. Da Mitte Januar unklar war, ob wir unsere Einzelzimmer behalten können oder nicht, zogen Minna und ich kurzerhand in eine Wohnung in Äkäslompolo. Hier geniessen wir unsere Ruhe in unserer kleinen, gemütlichen Zweier-WG. Seit anfangs Februar lebt Minnas Hund bei uns und erfreut sich an den langen Spaziergängen im Schnee.